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Wenn’s einem gut geht, nichts weh tut und man vielleicht noch jung ist, denkt man eigentlich nicht daran, etwas am Leben zu verändern. Es passt doch alles, oder?! Jetzt kann es natürlich sein, dass du ohnehin schon ein gesundes Leben lebst – großartig. Sollte dies nicht der Fall sein, sind die Ergebnisse der Wissenschaft, die Dr. Martin Reschl hier für dich recherchiert hat, umso wichtiger! Ein gesunder Lifestyle & Gesundheitsprävention haben nämlich großen Einfluss auf die Qualität unseres Lebens.

Studie: Körperliche Aktivität & Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die erste Studie, die ich dir vorstelle, ist dir vielleicht schon einmal untergekommen. Sie handelt von der körperlichen Aktivität und dem Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Sterblichkeit. Diese wissenschaftliche Übersichtsarbeit umfasst über 190 Artikel zu diesem Thema und es wurden mehr als 30 Millionen Menschen untersucht.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen als weltweit höchste Todesursache

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache und für 17,9 Millionen Todesfälle pro Jahr (2019) verantwortlich, während Krebserkrankungen im Jahr 2017 für 9,6 Millionen Todesfälle verantwortlich waren.

Nur 75 Minuten gezielte Bewegung reduzieren das Risiko

Die Ergebnisse dieser Studie sind beindruckend und zugleich motivierend für jeden von uns. Denn mit nur 75 Minuten gezielter Bewegung mit mittlerer Intensität (Herzfrequenz ca. 120-140 Schläge pro Minute) pro Woche kann das Risiko für Sterblichkeit, Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs deutlich verringert werden.

Weiters zeigte sich, dass einer von zehn vorzeitigen Todesfällen hätte verhindert werden können, wenn jeder nur die Hälfte der empfohlenen körperlichen Aktivität erreicht hätte. Auch die WHO (Weltgesundheitsorganisation) sieht 150 Minuten moderater gezielter Bewegung als Gesundheitsfördernd an.

Wenn du dir das einmal durchrechnest, sind das ca. 15-20 Minuten pro Tag gezielte Bewegung. Wir sind überzeugt davon – diese Zeit hat jeder von uns.

Quelle: Non-occupational physical activity and risk of cardiovascular disease, cancer and mortality outcomes: a dose–response meta-analysis of large prospective studies

Leandro Garcia , Matthew Pearce , Ali Abbas, Alexander Mok, Tessa Strain , Sara Ali, Alessio Crippa, Paddy C Dempsey, Rajna Golubic, Paul Kelly , Yvonne Laird, Eoin McNamara, Samuel Moore, Thiago Herick de Sa, Andrea D Smith, Katrien Wijndaele, James Woodcock, Soren Brage

Studie: Bewegung & mentale Gesundheit

Diese Wissenschaftliche Arbeit zielt darauf ab einen Überblick und eine Zusammenfassung über die präventiven Wirkungen körperlicher Aktivität auf die mentale und psychische Gesundheit zu geben.

Mentale und psychische Störungen sind weit verbreitet und belastend. Es wird geschätzt, dass im Jahr 2019 etwa 12 % der Weltbevölkerung an einer psychischen Störung litten.

Die Ergebnisse dieser Studie haben gezeigt, dass körperliche Aktivität und Bewegung häufigen psychischen Störungen wie Depression und Angststörung vorbeugen und mehrere positive Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit von Menschen mit einer Vielzahl von psychischen und mentalen Beschwerden haben können.

Schlussfolgernd zu dieser Studie lässt sich festhalten: Eine Steigerung des körperlichen Aktivitätsniveaus von uns Menschen kann die Belastung der psychischen Gesundheit verringern.

Quelle: Physical activity, exercise, and mental disorders: it is time to move on
Felipe Barreto Schuch, Davy Vancampfort 

Studie: Ernährung & Krebsprävention

Die dritte Studie, die ich dir vorstelle, beschäftigt sich mit Ernährung und Krebsprävention. Um dir die Wichtigkeit dieses Thema nochmals zu unterstreichen habe ich ein paar Zahlen für dich.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung schätzte, dass 14,1 Millionen neue Krebsfälle diagnostiziert wurden, und es weltweit 9,6 Millionen Todesfälle durch Krebs pro Jahr gibt. Tendenz steigend.

Fast 40% der Männer und Frauen erkranken im Laufe ihres Lebens an Krebs. Die hohe Krebslast verdeutlicht den kritischen Bedarf für Strategien zur Lösung dieses Problems der öffentlichen Gesundheit.

Es gibt überwältigende Beweise dafür, dass Lebensstilfaktoren einschließlich der Auswirkung der Ernährung erheblichen Einfluss auf das Krebsrisiko haben.

Hier findest du in der Studie angeführte Beispiele, welche das Krebsrisiko deutlich erhöhen:

  • Alkohol: Die Einnahme >2 Getränke/Tag (1 Getränk = 350 ml Bier, Wein oder 44 ml Spirituosen).
  • Obst- und Gemüseverzehr: <5 Portionen/Tag (1 Portion = 125 ml ganze Frucht bzw. Gemüse; oder 125 ml Frucht- oder Gemüsesaft; oder 250 ml Blattgemüse).
  • Eine Ballaststoffaufnahme < 25 g/Tag sowie
  • Rotes und verarbeitetes Fleisch sind mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden.

Zusammenfassend lässt sich ganz klar sagen, dass eine ungesunde Ernährung und ein ungesunder Lebensstil mit einem erhöhten Risiko an Krebs zu erkranken einhergeht. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Risikofaktoren, aber Ernährung ist ein allgegenwärtiger modifizierbarer Risikofaktor für Krebs. Jeder von uns hat es selbst in der Hand, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten und diese in den Alltag zu integrieren.

Quelle: Nutrition and Cancer Prevention: Why is the Evidence Lost in Translation?
Katie M Di Sebastiano, Gayathri Murthy, Kristin L Campbell, Sophie Desroches and Rachel A Murphy

School of Population and Public Health and Department of Physical Therapy, University of British Columbia, Vancouver, British Columbia, Canada; and School of Nutrition, Université Laval, Laval, Québec, Canada

Studie: Auswirkungen von mentaler auf die körperliche Gesundheit

Abschließend möchten wir dir eine Studie vorstellen, die den Zusammenhang und die Wichtigkeit zwischen psychischer und körperlicher Gesundheit in Bezug auf Gesundheitsprävention aufzeigt. An dieser Studie haben über 10.000 Menschen teilgenommen.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien der letzten Jahre zeigen eine starke Verbindung zwischen der körperlichen und der geistigen Gesundheit. Die folgende Studie beschäftigt sich mit den direkten und indirekten Auswirkungen von mentaler auf die körperliche Gesundheit, und umgekehrt.

Die wichtigste Erkenntnis dieser Arbeit ist, dass geistige und körperliche Gesundheit sehr stark miteinander in Verbindung stehen und sich gegenseitig beeinflussen können.

Quelle: The relationship between physical and mental health: A mediation analysis
Julius Ohrnberger , Eleonora Fichera , Matt Sutton 

Fazit:

Zusammenfassend gilt zu sagen, das aus zahlreichen wissenschaftlichen Artikeln die Wichtigkeit von regelmäßiger Bewegung, gesunder Ernährung und mentaler Fitness, hervorgeht. Ganz wichtig auch für dich und deine Gesundheit gilt, dass alle drei Bereiche gleichermaßen positiv beeinflusst werden sollten um so ein vitales, glückliches und gesundes Leben zu führen.

Mit dem Artikel möchten wir dich darauf hinweisen, dass es keineswegs egal ist, was du heute für Körper, Geist & Seele tust oder nicht tust. Alles woraus dein Lebensstil besteht, hat langfristige Auswirkungen auf deine Gesundheit!

Das ist auch der Grund, warum es uns als Healthdoctors gibt. Zum einen stellen wir dir ganz viel Wissen zur Verfügung, damit du die richtigen Entscheidungen treffen kannst. Und zum anderen begleiten wir dich auf deinem Weg, falls du bei der Umsetzung im Alltag jemanden an deiner Seite brauchst!


Dieser Artikel wurde verfasst von Dr. Martin Reschl, Facharzt für Orthopädie

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Julia Polzer

Co-Founder der Healthdoctors

Julia hat gemeinsam mit Dr. Martin die Healthdoctors für dich ins Leben gerufen. Als „Creative Head“ kümmert sie sich um die Kommunikation nach außen und die Aufbereitung der Inhalte, sodass du bestens mit Infos versorgt wirst!

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